Offene Archive fordern!
In Form eines Workshops wurde an einer Konferenzerklärung gearbeitet, welche die politischen Forderungen unterschiedlicher Archivbetreiber bündelt. Diese Erklärung, die neben den Veranstaltern auch von der österr. Mediathek und Vertreter/innen Freier Radios aus Deutschland formuliert wurde, soll in weiterer Folge auf österreichischer und europäischer Ebene zu einem Positionspapier ausgearbeitet werden:
„Offene nichtkommerzielle digitale Rundfunk- und Medienarchive können einen wesentlichen Beitrag zur Meinungs-, Informations- und Wissensfreiheit leisten. Der freie und zeitgemäße Zugang zum kulturellen Erbe der durch die öffentliche Hand geförderten Inhalte muss ermöglicht werden. Um dafür den Aufwand für die Rechteverwaltung möglichst gering zu halten und Rechtssicherheit zu schaffen, fordern die offenen Archive, Lösungsmodelle umzusetzen: kurzfristig durch kollektive Lizenzvergütungsverträge, mittelfristig durch eine gesetzliche Schrankenregelung. Zusätzlich wird eine massive Verkürzung der Schutzfristdauer und eine Lockerung der Regelungen für verwaiste Werke gefordert. Der gesellschaftliche Wert der offenen nichtkommerziellen Medien- und Rundfunkarchive muss sich in angemessenen Finanzierungsmodellen der öffentlichen Hand widerspiegeln. Von den Verwertungsgesellschaften erwarten sich die offenen Archive Verhandlungsbereitschaft, mehr Transparenz und Verteilungsgerechtigkeit.“